DTM

Wittmann gewinnt spektakuläre DTM-Premiere in Assen

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DTM Assen 2019 - Marco Wittmann (GER), BMW
Copyright: Juergen Tap / Hoch Zwei

Von der Pole-Position nutzte er bei denkbar schwierigen, weil extrem nassen Bedingungen den Start hinter dem Safety-Car klug aus, setzte sich vor seinem Pflichtboxenstopp um das entscheidende Quäntchen von seinem direkten Konkurrenten René Rast (GER, Audi) ab und kämpfte sich in der Schlussphase gekonnt am Führenden Nico Müller (SUI, Audi) vorbei. Müller hatte von allen Fahrern am längsten mit seinem Pflichtboxenstopp gewartet und hatte seine zwischenzeitliche Führung auch nach dem Reifenwechsel zunächst behalten. Auf kalten Regenreifen hatte der Schweizer dem glänzend aufgelegten Wittmann in der Schlussphase allerdings nichts entgegenzusetzen.

Zum Abschluss der ersten Saisonhälfte standen damit nicht nur drei der vier Fahrer auf dem Podium, die den Saisonverlauf bisher bestimmt haben, sondern auch der vierte im Bunde, Philipp Eng (AUT, BMW), landete unter den Top Vier. Rast führt die Meisterschaft nun mit 145 Zählern an, gefolgt von Müller (121 Punkte), Eng (111 Punkte) und Wittmann (100 Punkte), der in Assen zum zweiten Mal in dieser Saison von der Pole-Position ein Rennen gewann.

Knifflige Bedingungen – höchstes Tempo bei minimalem Grip

Die Rennstrecke in Assen gilt im DTM-Rennkalender als eine der schnellsten. Mit der „Ramshoek“ steht hier die schnellste Kurve der Saison auf der Agenda – Höchstgeschwindigkeit im Trockenen mit 270 Kilometern in der Stunde und rund 3g Querbeschleunigung inklusive. Das Wetter brachte im Samstagsrennen zusätzliche Würze: Ergiebige Regenschauer setzten die Strecke in Assen vor dem Start kräftig unter Wasser, sodass auf Anweisung des Renndirektors dieser erst nach drei Runden hinter dem Safety-Car fliegend freigegeben wurde. In der Folge trocknete der Kurs immer mehr ab, sodass sich eine trockenere Fahrspur bildete. Ein vorhergesagtes, schweres Gewitter blieb bis Rennende aus.

Positive Resultate für Aston Martin

Nicht nur Timo Glock (GER, BMW) erlebte in Assen mit Rang fünf ein positives Resultat nach einem eher verkorksten Saisonstart, auch die Mannschaft von Aston Martin hinterließ einen guten Eindruck. Jake Dennis (GBR) und Ferdinand von Habsburg (AUT) beendeten das schwierige Rennen auf den Plätzen zwölf und 13, Paul Di Resta (GBR) nach starken Rundenzeiten auf der 14. Position.

Text: DTM

Sören Pröpper
Motorsport und Formel-1 Fan seit den frühen 90er Jahren, hat Nigel Mansell noch im Williams gesehen und freut sich über fetten V8 Sound.

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