Porsche Mobil 1 Supercup setzt auf erneuerbare Kraftstoffe

Als ersten Schritt verwendet der internationale Markenpokal fortschrittliche Biokraftstoffe und sogenannte eFuels, die den Ausstoß von CO2 erheblich reduzieren können.

31. März 2021
Porsche Mobil 1 Supercup setzt auf erneuerbare Kraftstoffe
Foto: Porsche

Im Rahmen dieses Leuchtturmprojekts erproben Porsche und Projektpartner ExxonMobil die Eignung erneuerbarer Flüssigkraftstoffe unter harten Motorsport-Einsatzbedingungen. Der neue Porsche 911 GT3 Cup mit seinem hochdrehenden Hochleistungs-Sechszylinder-Boxermotor dient als ideales Testlabor für die Esso Renewable Racing Fuels: Sein rund 375 kW (510 PS) starkes 4,0-Liter-Aggregat wurde bereits für den Betrieb mit erneuerbaren Kraftstoffen getestet.

Ziel ist es, wichtige Erfahrungen für mögliche Weiterentwicklungen im Hinblick auf einen Einsatz in Serienfahrzeugen in der Zukunft zu sammeln. Der Porsche Mobil 1 Supercup findet im Rahmen der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft statt.

Porsche und ExxonMobil setzen bei der Erprobung der erneuerbaren Kraftstoffe auf eine zweistufige Strategie. 2021 gehen die Teilnehmer des Porsche Mobil 1 Supercup mit einer biobasierten Kraftstoff-Mischung in die acht Saisonrennen. Der Anteil fortschrittlichen Biokraftstoffs wird aus Nahrungsmittel-Abfallprodukten gewonnen. Weitere Kraftstoffanteile werden beigemischt, um beim finalen Kraftstoff die geforderten Eigenschaften in Bezug auf Klopffestigkeit und Brennverhalten zu erzielen. Es wird eine Oktanzahl von ungefähr 98 erreicht.

Im Jahresverlauf 2022 wird mit der Einführung eines eFuels aus dem Pilotprojekt Haru Oni in Chile der zweite Schritt erwartet. Hierbei wird Wasserstoff mit aus der Luft abgeschiedenem Kohlendioxid zu Methanol kombiniert. Mit diesem eFuel-basierten Esso Renewable Racing Fuel ist eine Reduzierung der CO2-Emissionen um bis zu 85 Prozent möglich, wenn er der aktuellen Kraftstoffnorm nach dem dazu erforderlichen Blending entspricht¹. Im Pilotprojekt treiben Porsche und ExxonMobil mit anderen internationalen Partnern die Entwicklung und die potenzielle zukünftige Marktreife synthetischer Kraftstoffe voran.