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WEC Fahrerkarussel: Vandoorne zu SMP Racing

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Foto: Ivanbarinov.com / SMP Racing
Foto: Ivanbarinov.com / SMP Racing

Stein des Anstoßes war ein ganz anderer: Jenson Button, Ex-Formel-1 Weltmeister, erwartet momentan mit seiner Verlobten ein Kind. Button hat laut der SMP Meldung demnach seine Prioritäten rund um das Le Mans Wochenende geradegerückt und möchte mehr Zeit mit der Familie am Ende der Schwangerschaft verbringen – zumal Toyota in der LMP1 Klasse aktuell eh unschlagbar sind. Button: „Die Entscheidung wurde mir leichter gemacht, weil ich das Gefühl habe, dass Toyota aktuell unschlagbar ist.”

SMP vermeldet, dass Hartley während dem Le Mans Wochenende „andere Verpflichtungen“ hat und zugestimmt hat Stoffel Vandoorne schon in Spa seinen Sitz abzugeben, damit dieser dort sein Heimrennen fahren kann und sich bereits auf die 24 Stunden von Le Mans vorbereiten kann. Ursprünglich sollte Hartley nicht nur das WEC Rennen in Sebring fahren sondern eben auch noch die 6 Stunden von Spa.

Vandoorne: „Ich freue mich sehr für SMP Racing den BR1 №11 Prototypen bei meinem Heimrennen in Spa und beim legendären Le Mans 24 zu fahren. Die LMP1 Autos sind sehr anspruchsvoll und ihre Performance sehr nah an der Formel-1.“

Was hat Toyota jetzt damit zu tun? Es gilt als offenes Geheimnis, dass Fernando Alonso sein Engagement bei Toyota nicht verlängern wird und sich mit McLaren auf ein Indy Car Engagement vorbereiten will und wieder mehr Zeit für die Formel-1 – hier ist er als McLaren Berater tätig – haben möchte. Da käme Brendon Hartley als Ersatz gerade zum richtigen Zeitpunkt: Seine Formel-1 Karriere liegt auf Eis, mit Porsche geht es in Richtung Formel-E, jedoch nicht vor Dezember – und der neuseeländische Rennfahrer hat zudem bereits bewiesen, dass er die WEC durchaus kann: 2015 und 2017 gewann er mit Porsche den WEC Titel.

Die „anderen Verpflichtungen“ könnten so aussehen: Zum Finale der WEC Superseason ist Hartley als Ersatzfahrer für Toyota im Einsatz, nimmt eventuell schon in den Trainings in Le Mans im TS050 Hybrid Platz und bereitet sich damit auf ein dauerhaftes Engagement als Alonso-Nachfolger bei Toyota vor.

Sören Pröpper
Motorsport und Formel-1 Fan seit den frühen 90er Jahren, hat Nigel Mansell noch im Williams gesehen und freut sich über fetten V8 Sound.

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