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Toto Wolff vor Mercedes-Abschied?

Foto: Daimler AG

Was hinter den aktuellen Gerüchten rund um Toto Wolff steckt und was Lawrence Stroll und Aston Martin damit zu tun haben.

Es war ein Artikel von motorsport-total.com, der die Sport-Medien (auch aufgrund von Ermangelung anderer aktueller Geschichten) durcheinanderwirbelte. Dabei haben es leider viele Kollegen mit den Erkenntnissen aus dem Artikel nicht ganz so eng genommen und einige Verwirrung gestiftet.

Zu den Fakten: Lawrence Stroll hat vor einigen Wochen gemeinsam mit einer Gruppe von Finanzinvestoren einen großen Teil Aston Martin Aktien gekauft. motorsport-total.com hat nun recherchiert, dass Toto Wolff gemeinsam mit einer anderen Investoren-Gruppe ein ähnliches Angebot unterbreitet hat, um sich ebenfalls an Aston Martin zu beteiligen. Außerdem soll Wolff CEO von Aston Martin werden.

Rund um den Australien Grand Prix soll Toto Wolff zweimal vom Vorsitzenden der Daimler AG, also dem Besitzer von Mercedes, ausgebremst worden sein. Daimler-Konzernchef Ola Källenius soll zunächst mit Ferrari-Präsident John Elkann abgesprochen haben, dass Mercedes sich aus #Ferrarigate raushalten wird und die – ursprünglich von Wolff initiierte – Protestgruppe aller Nicht-Ferrari-Teams gegen den FIA-Ferrari-Deal verlassen wird. Die zweite Einmischung betraf die Teilnahme von Mercedes am Australien Grand Prix. Zunächst soll Wolff gemeinsam mit den beiden Red Bull Teams und Racing Point für die Durchführung des Rennens gewesen sein, dann kam ein Anruf von Ola Källenius, der Wolff zurückpfiff.

Auf Nachfrage von motorsport-total.com räumte Toto Wolff dann nur mit einer Hälfte der Geschichte auf und antwortete: „Die Geschichte stimmt nicht. Ich werde nicht CEO von Aston Martin.“ – was interessanter ist, ist was Wolff damit nicht sagt: Er bestreitet weder seinen geplanten Einstieg als Investor bei Aston Martin, noch bestreitet er die Einmischungen von Ola Källenius.

motorsport-total.com Chefredakteur Christian Nimmervoll geht in einer aktuellen Einschätzung der Situation sogar so weit, dass er das Gefühl äußert, dass Toto Wolff bei einem Start der Formel-1 Saison 2020 schon nicht mehr Teamchef sein wird.

Denkbar wäre es: Mercedes hat noch keinen neuen Vertrag mit Liberty Media über die Teilnahme an der Formel-1 Weltmeiterschaft nach 2020 abgeschlossen und Wolffs Vertrag als Mercedes F1 Teamchef endet 2020.

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